Rück(g)rat Kita

Rück(g)rat- Ergonomie und Bewegung im Kita-Alltag

Ein Programm zur Prävention von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems in der Lebenswelt Kita
 

Hintergrund

Mitarbeitende in Kitas leiden aufgrund der Anforderungen am Arbeitsplatz überdurchschnittlich häufig unter Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems. Mit verhaltens- und verhältnispräventiven Maßnahmen gelingt es, die hohen körperlichen Belastungen am Arbeitsplatz Kita effektiv zu reduzieren und körperlichen Beschwerden vorzubeugen – dies belegen unter anderem die des ErgoKita-Projektes[1].

Kinder wachsen heute in einer sitzenden Gesellschaft auf, die von mangelnder Bewegung und hohem Medienkonsum gekennzeichnet ist. Rückenschmerzen zählen nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch schon im Kindesalter zu den häufigsten Beschwerden[2]. Die Beteiligung der Eltern ist ein wichtiger Schlüssel zur Gesundheitsförderung in der Kita. Die Kinder sehen in Ihnen Vorbilder – ihr Verhalten und ihre Vorgaben haben einen großen Einfluss auf das Bewegungsverhalten und die Gesundheit der Kinder.

 

Ziele

Übergeordnetes Ziel ist die Prävention von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems bei allen Akteuren der Lebenswelt Kita. Durch eine Sensibilisierung für das eigene Bewegungsverhalten, eine ergonomische Gestaltung der Lebenswelt Kita und die Verankerung von Bewegung in den Alltag werden die körperlichen Belastungen am Arbeitsplatz Kita reduziert und Gesundheitskompetenzen gestärkt.

 

Bausteine

  • Begehung der Kita mit Ergonomieberatung
  • Teamfortbildung (7 h)
  • Elterninformationsabend oder – nachmittag (2 h)
  • Kinderrückenschule für die 5-6-Jährigen Kinder (7x 1h)
  • Bewegungsförderung für die 3-4-Jährigen Kinder (6x1h)
  • Bewegungsförderung für die Krippenkinder und Coaching der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (6x1h)
  • Rückenfest (3 h)
  • Reflexionsgespräch (2h)

 

Wer führt das Programm in der Kita durch?

Die Begehung und Ergonomieberatung erfolgen durch die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein e.V.. Als externe Moderatorinnen und Moderatoren werden speziell qualifizierte Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sowie Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten eingesetzt.

 

Wer nimmt am Programm „Rück(g)rat- Ergonomie und Bewegung in der Kita“ teil?

Alle Pädagoginnen und Pädagogen und Kinder der Einrichtung mit Ihren Familien.

 

Wie lange dauert die Umsetzung?

Die Dauer variiert von einem halben bis zu einem Jahr, je nach Größe der Einrichtung und individueller Terminplanung.

 

Welche Kosten entstehen?

Projektträger ist die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung. Die Kosten werden von den Projektpartnern Unfallkasse Nord und Techniker Krankenkasse übernommen. Die  Eigenbeteiligung der Kita besteht in der Bereitstellung von Arbeitszeit, Räumlichkeiten und Materialien.

 

Umsetzung in Schleswig-Holstein

Das Settingprogramm Rück(g)rat- Ergonomie und Bewegung im Kita-Alltag wurde im Jahr 2005 gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse und der Unfallkasse Nord entwickelt und wird – nach einer erfolgreichen Pilotphase in vier Kindertageseinrichtungen – kontinuierlich in Schleswig-Holstein umgesetzt.

 

Weitere Informationen:

Flyer

Infoblatt

Flyer „Vom Kindergarten- zum Schulkind …wenn schon sitzen, dann richtig!“ 

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[1] Vgl. IFA Report der DGUV, 2015

[2] Vgl. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 53, 2012

 

Ansprechpartnerin bei der LVGFSH:
Dorothea Wilken-Nöldeke – wilken-noeldeke@lvgfsh.de (Tel. 0431-94294)

 

 

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