Chancengleichheit

Gesundheitliche Chancengleichheit                 

 

Ausgangslage Schleswig-Holstein:

Schleswig-Holstein ist das zweitkleinste Flächenland Deutschlands. Die regionalen und Stadt-Land-Unterschiede sind zum Teil immens. Gesundheitsförderung und Prävention haben das Ziel, dass alle 2,8 Mio. Einwohnerinnen und Einwohnern gesund leben. Soziale und gesundheitliche Chancen und Ressourcen sind jedoch nicht für alle Menschen gleich:

  • 14,6 % der schleswig-holsteinischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze (Statistikamt NORD, 2015 )
  • 12 % haben einen Migrationshintergrund (Zuwanderungsbericht Okt. 2017)
  • 5,7 % sind arbeitslos (Statistik Arbeitsagentur Sept. 2017)
  • 2 % sind alleinerziehend (IAB-Regional Nord 2012)
  • 22,6 % der Menschen in Schleswig-Holstein sind über 65 Jahre alt (Statistikamt NORD, 2015)

Diese Zahlen sind aus der Fülle der Sozialdaten herausgegriffen und erscheinen auf den ersten Blick nicht unbedingt alarmierend. Bedenkt man jedoch, dass häufig mehrere dieser Faktoren bei einzelnen Personen zusammenkommen bzw. weitere Personen aus der Familie und dem häuslichem Umfeld mit betroffen sind, ergeben sich teilweise komplexe Problemlagen.

 

Koordinierungsstelle gesundheitliche Chancengleichheit

Seit 2004 gibt es bei der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein (LVGF) die Koordinierungsstelle „Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten“ (KGC). Sie ist eingebunden in den von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiierten Kooperationsverbund gesundheitliche Chancengleichheit. Neben verschiedenen Schwerpunktthemen (z.B. Kinder- und Jugendliche, Arbeitslose), ist der kommunale Partnerprozess „Gesundheit für alle!“ aktuell die zentrale Aktivität mit der Zielsetzung die Lebenswelten von Menschen jeden Alters gesund und chancengerecht zu gestalten. Ein besonderes Augenmerk des Kooperationsverbundes gilt der Qualitätsorientierung in der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung. Die Einigung auf Good-Practice-Kriterien (BZgA), die Auszeichnung von Good-Practice-Beispielen in einem abgestimmten Verfahren, die Implementierung partizipativer Vorgehensweisen zur Qualitätsentwicklung und die Förderung der Qualitätsentwicklung in Lebenswelten unterstützen die Arbeit der Koordinierungstelle.

Seit 2017 wird die KGC gefördert durch das Bündnis Gesundheit, einer gemeinsamen Initiative der gesetzlichen Krankenkassen für Strukturaufbau und Vernetzungsprozesse, Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte, sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation.

 

Aufgaben der Koordinierungsstelle:

  • Kooperation und Vernetzung zur Weiterentwicklung von gesundheitsfördernden Aktivitätenund Projekten für sozial Benachteiligte u. a. im Rahmen von regionalen undlandesweiten Netzwerken
  • Durchführung von Fachveranstaltungen für MultiplikatorInnen im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich
  • Erweiterung der kommunalen Gesundheitsförderung durch Unterstützung und Begleitung
    – gesundheitsförderlicher Initiativen nichtbetrieblicher Lebenswelten
    – kommunaler Strategien und Netzwerke gemäß des Partnerprozesses „Gesundheit für alle“
    – Identifizierung und Aktivierung benachteiligter Gebiete mit Potential
    – Information und Fortbildung
  • Qualitätsentwicklung und -sicherung in Lebenswelten
  • Sensibilisierung für die Implementierung von Gesundheit in allen Politikbereichen

 

Der Kooperationsverbund

Der Kooperationsverbund, den die Bundeszentralefür gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiiert hat, besteht derzeit aus 66 Kooperationspartnern. Um die Transparenz im vielschichtigen Handlungsfeld der Gesundheitsförderung mit sozial benachteiligten Personengruppen zu erhöhen, die Qualität der Maßnahmen zu verbessern und die Zusammenarbeit der Akteure zu stärken, sind Austausch und Vernetzung unabdingbar. Die Partner im Verbund haben sich auf Schwerpunktthemen verständigt und arbeiten gemeinsam an der Verbesserung um die Erhöhung der gesundheitlichen Chancengleichheit. Das GKV-Bündnis für GESUNDHEIT ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Das Bündnis fördert dabei u. a. den Strukturaufbau und Vernetzungsprozesse, die Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte, insbesondere für sozial und gesundheitlich benachteiligte Zielgruppen, sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation. Der GKV Spitzenverband hat gemäß § 20a Abs. 3 und 4 SGB V die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung damit beauftragt, die Aufgaben des GKV-Bündnisses für GESUNDHEIT mit Mitteln der Krankenkassen umzusetzen. Zum Weiterlesen

Erfahren Sie mehr über den Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bund und seine Aktivitäten unter www.gesundheitliche-chancengleichheit.de dort befindet sich auch die Seite der Koordinierungsstelle gesundheitliche Chancengleichheit in Schleswig-Holstein.

 
Ansprechpartnerinnen bei der LVGFSH:
Dorothee Michalscheck – michalscheck@lvgfsh.de (Tel. 0431-94294)
Mareike Mattsson – mattsson@lvgfsh.de (Tel. 0431-94294)

 

 

 

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