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  • Gesundheitliche Chancengleichheit

    Klima & Gesundheit

    Dem Wandel aktiv begegnen!

    Klima-Aktions-Monat 2026: Gesund bleiben in einer sich wandelnden Welt

    Nach dem erfolgreichen Hitze-Aktions-Monat 2025 widmet sich die LVGFSH im Juni 2026 erneut dem Thema Klima und Gesundheit – diesmal mit einem erweiterten Blick auf planetare Gesundheit, soziale Gerechtigkeit und gesundheitsförderliche Lebenswelten. Der Klima-Aktions-Monat 2026 zeigt, wie eng unsere Gesundheit mit der Gesundheit des Planeten verbunden ist – und wie wir in unseren Lebenswelten, Kommunen und Einrichtungen aktiv zu einer klimasensiblen und gerechten Zukunft beitragen können.

    An drei aufeinanderfolgenden Mittwochen im Juni 2026, jeweils von 13:00 bis 14:30 Uhr, laden wir Sie zu kostenfreien Online-Veranstaltungen ein. Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis geben Impulse, wie Klimaschutz und Gesundheitsförderung Hand in Hand gehen – mit konkreten Beispielen, praktischen Tipps und Raum für Austausch.

    Termine und Themen

    03.06.2026 – Gesunde Menschen. Gesunder Planet. Gemeinsam für Klima, Gesundheit & Gerechtigkeit.

    Johanna Weis (KLUG) und Tjorven Reisner (Villekula e.V.)

    Erfahren Sie, wie das Konzept der planetaren Gesundheit Orientierung für Aktivitäten in Gesundheitsförderung und Prävention bieten kann. Wir stellen das neue Stufenmodell zur Integration von planetarer Gesundheit in Aktivitäten der Gesundheitsförderung und Prävention (externer Link) vor – von der ersten Sensibilisierung bis zur strategischen Verankerung.

    Tjorven Reisner von Villekula e.V. (externer Link) zeigt am Projekt „Strebergarten“, wie Kinder im Garten praktisch erleben, wo ihr Essen herkommt, wie Naturkreisläufe funktionieren und warum gesunde Ernährung, Klimaschutz und Selbstwirksamkeit zusammengehören.

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    10.06.2026 – Klimasensible Sozialräume gestalten – gesund, gerecht und machbar

    Prof. Dr. Heike Köckler (HS Bochum) und Claudia Koch (win e.V., Hannover)

    Wie können Stadtteile, Quartiere und Nachbarschaften klimaresilient und gesundheitsfördernd gestaltet werden? Prof. Dr. Heike Köckler zeigt, wie gesundheitsfördernde Stadtentwicklung und Klimaanpassung zusammengedacht werden können. Claudia Koch bringt Beispiele aus der Arbeit von win e.V. mit, wo Nachbar*innen gemeinsam Projekte „direkt vor der Haustür“ umsetzen und so ihre Quartiere Schritt für Schritt lebenswerter machen.

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    17.06.2026 – Co-Benefits in der Praxis: Kleine Schritte mit großem Gewinn für Klima & Gesundheit

    Astrid Rehner (KLUG) und mehreren Praxisbeispielen aus SH

    Kleine Schritte mit doppelter Wirkung: Wie individuelle Entscheidungen und lokale Projekte nicht nur das Klima schützen, sondern zugleich unsere körperliche und seelische Gesundheit stärken. Anhand verschiedener Praxisbeispiele zeigen wir, wie schon scheinbar kleine Veränderungen – etwa bei Mobilität, Ernährung oder im Alltag von Einrichtungen – positiv auf Klima und menschliche Gesundheit wirken.

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    Klima, Gesundheit und soziale Gerechtigkeit – Schwerpunkte der KGC Schleswig-Holstein

    In einem Gesundheitssystem, das vor wachsenden ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen steht, sind Prävention und Gesundheitsförderung essenziell – insbesondere im Hinblick auf die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels. Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Schleswig-Holstein bei der LVGFSH unterstützt Akteur*innen dabei, Gesundheitsförderung so auszurichten, dass sie soziale Lage, Lebenswelten und Umweltbedingungen gemeinsam in den Blick nimmt.

    Die KGC vernetzt Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Praxis, um Gesundheit in allen Lebensbereichen zu stärken – mit einem besonderen Fokus auf Menschen in sozial benachteiligten Lebenslagen, die von klimabedingten Gesundheitsrisiken besonders betroffen sind. In Qualifizierungen, Beratungen und kommunalen Prozessen rückt sie das Thema Klima und Gesundheit systematisch in den Mittelpunkt und unterstützt dabei, gesundheitsförderliche und klimaverträgliche Strukturen in Kommunen, Quartieren und Einrichtungen aufzubauen. 

    Von Hitze bis Extremwetter: Warum manche Menschen stärker unter der Klimakrise leiden

    „Die Erde ist das, was wir alle gemeinsam haben“, sagte Wendell Berry (Umweltaktivist). Die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Deutschland zunehmend spürbar: Hitzewellen gelten inzwischen als bedeutendste durch den Klimawandel verursachte Gesundheitsgefahr, mit Tausenden hitzebedingten Todesfällen in besonders heißen Sommern.

    Neben Hitze belasten weitere Folgen wie häufigere und intensivere Extremwetterereignisse, Luftschadstoffe, veränderte Allergiesaisons sowie die Ausbreitung vektorübertragener Infektionskrankheiten die Gesundheit der Bevölkerung. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen, chronisch Erkrankte und Menschen in prekären Lebenslagen, die sich schlechter schützen können oder bereits gesundheitlich belastet sind – zentrale Zielgruppen der Arbeit der KGC.

    Hitze im Norden: Entwicklungen in Schleswig-Holstein

    Auch wenn das Thema Hitze im Norden Deutschlands lange weniger präsent war, nehmen Hitzetage und tropische Nächte auch in Schleswig-Holstein zu. In einer repräsentativen AOK‑Befragung (externer Link) gaben 44 Prozent der Menschen in Schleswig-Holstein an, mit langanhaltender Hitze und Temperaturen über 30 Grad schlecht oder eher schlecht zurechtzukommen – der höchste Wert aller Bundesländer.

    Die KGC unterstützt Kommunen, Einrichtungen und lokale Netzwerke dabei, diese Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen, vulnerable Gruppen in den Blick zu nehmen und Hitze- sowie Klimaanpassungsmaßnahmen in bestehende Gesundheitsförderungsstrukturen zu integrieren. So trägt sie dazu bei, dass Hitzeschutz und Klimavorsorge als Querschnittsaufgaben verstanden und gemeinsam mit anderen Themen der gesundheitlichen Chancengleichheit bearbeitet werden.

    Planetare Gesundheit als Rahmen

    Das Konzept der planetaren Gesundheit (externer Link) („Planetary Health“) macht deutlich, dass menschliche Gesundheit untrennbar mit der Stabilität der ökologischen Systeme und der Einhaltung planetarer Belastungsgrenzen verknüpft ist. Für die KGC ist dieser Ansatz ein wichtiger Orientierungsrahmen: Gesundheitsförderung wird so gedacht, dass sie Gesundheit, soziale Gerechtigkeit und Umwelt- bzw. Klimaschutz miteinander verbindet.

    Fachgremien wie der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) (externer Link) und die Bundesärztekammer (externer Link) betonen, dass Prävention, Gesundheitsförderung und resiliente Gesundheitsstrukturen zentrale Hebel zur Bewältigung der Klima- und Umweltkrisen sind. Die KGC unterstützt Akteur*innen dabei, diesen Rahmen auf Projekte und Strategien im Land herunterzubrechen – von der Quartiersebene bis zur kommunalen Gesamtstrategie. 

    Stufenmodell zur Integration planetarer Gesundheit

    Ein zentrales neues Instrument ist das „Stufenmodell zur Integration von planetarer Gesundheit in Aktivitäten der Gesundheitsförderung und Prävention“ (externer Link), das von der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) und dem Centre for Planetary Health Policy (CPHP) entwickelt wurde. Es umfasst elf zentrale Kriterien, die – jeweils in mehreren Entwicklungsstufen – dabei helfen, Maßnahmen systematisch im Sinne der planetaren Gesundheit weiterzuentwickeln.

    Praxisressourcen zu Hitze und klimabedingten Belastungen

    Um Sie bei der Umsetzung zu unterstützen, stehen Ihnen eine Reihe praxisnaher Materialien und Beispiele zur Verfügung:  

    • Auf der offiziellen Website des Landes Schleswig-Holstein (externer Link) finden Sie umfassende Hinweise, Checklisten und Empfehlungen zum Thema Hitzeschutz – insbesondere zu kommunalen Hitzeaktionsplänen, Schutzkonzepten für vulnerable Gruppen und zur Vorbereitung von Einrichtungen auf anhaltende Hitzeperioden.
    • Die Tatenbank des Umweltbundesamtes (externer Link) bietet zahlreiche Praxisbeispiele und Projekte zu Gesundheitsförderung im Zusammenhang mit klimabedingten Belastungen – von kommunalen Anpassungsstrategien bis zu Projekten in sozialen Einrichtungen und Quartieren.
    • Für Unternehmen ist der BKK‑Leitfaden „Betriebliche Gesundheitsförderung und planetare Gesundheit“ (externer Link) eine wertvolle Orientierung, wie sich Betriebliche Gesundheitsförderung und Klimaschutz sinnvoll verbinden lassen – etwa durch hitzesensible Arbeitsgestaltung, gesundheitsförderliche, pflanzenbetonte Verpflegung und nachhaltige Mobilität.
    • Darüber hinaus stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Kommunikationshilfen zur Hitzeprävention (externer Link) bereit, um Beschäftigte und Arbeitgeber niedrigschwellig zu informieren. Ergänzend dazu bietet das Kommunikationskonzept zum Thema Hitze (externer Link) praxisnahe Anleitungen, Textbausteine und Materialien für eine zielgruppengerechte Ansprache in Kommunen, Einrichtungen und Betrieben.

    Gemeinsam für mehr gesundheitliche Chancengleichheit – Angebote der KGC Schleswig-Holstein

    Mit diesen Ressourcen und dem Stufenmodell zur Integration planetarer Gesundheit können Sie gezielt Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention im Zusammenhang mit klimabedingten Risiken – insbesondere Hitze – planen, umsetzen und qualitätsgesichert weiterentwickeln.

    Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Schleswig-Holstein ist Ihre zentrale Beratungs- und Vernetzungsstelle, wenn Sie in Kommune, Einrichtung oder Organisation wirksame gesundheitsfördernde Maßnahmen für sozio-ökonomisch benachteiligte und besonders von Klimarisiken betroffene Gruppen auf den Weg bringen möchten. Die KGC unterstützt Sie neben dem Klima-Aktionsmonat durch Beratung, Qualifizierungsangebote, Netzwerkaktivitäten sowie die Begleitung kommunaler Prozesse und Strategien – eingebettet in die Strukturen der LVGFSH.

    Sprechen Sie die KGC bei Interesse gern an – das Team steht Ihnen mit Kompetenz, Praxiserfahrung und einem klaren Blick auf planetare Gesundheit und gesundheitliche Chancengerechtigkeit zur Seite. 

    Kontakt

    Angelina Weiß

    weiss@lvgfsh.de
    0431 - 71 03 87 - 22

    Förderung

    Downloads

    BKK Leitfaden: Betriebliche Gesundheitsförderung und Planetare Gesundheit

    PDF herunterladen (442 KB)

    Präsentation „Ernährung bei Temperaturanstieg“

    PDF herunterladen (1,7 MB)

    Präsentation „UV-Schutz“

    PDF herunterladen (2,3 MB)

    Präsentation „Hitze und Medikamente“

    PDF herunterladen (613 KB)

    Präsentation „Psychischen Belastungen & Klimawandel“

    PDF herunterladen (3,61 MB)

    Landesvereinigung für Gesundheitsförderung
    in Schleswig-Holstein e.V.

    Seekoppelweg 5a
    24113 Kiel
    Telefon: 0431 - 71 03 87 - 0
    Fax: 0431 - 71 03 87 - 29
    gesundheit@lvgfsh.de