Arbeits- und Gesundheitsförderung

Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt

Gesundheit und Arbeitslosigkeit sind eng mit einander verflochten. Arbeitslosigkeit kann sowohl negative Folgen für die psychische, als auch physische Gesundheit haben. Mit der Dauer der Arbeitslosigkeit steigt das Krankheitsrisiko – langzeitarbeitslose Menschen sind demnach häufiger von gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen. Diese erschweren  wiederum die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt und mindern darüber hinaus das individuelle Wohlbefinden.

Das Projekt „Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“ ist ein gemeinsames Modellprojekt der Bundesagentur für Arbeit (BA), des GKV-Spitzenverbandes und der kommunalen Spitzenverbände. Es zielt auf die Reduzierung von gesundheitlicher Ungleichheit als Folge von sozialer Benachteiligung ab. Gesundheits- und Arbeitsförderung werden miteinander verknüpft: Maßgebliche Ziele des Projektes sind die Verbesserung der Gesundheit und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität von arbeitslosen Menschen. Die Steigerung der Chancen des Wiedereintritts in den Arbeitsmarkt geht hiermit einher.

Als übergeordnetes Projektziel ist der Strukturaufbau in der Kommune anzusehen. Die Arbeit zwischen den Jobcentern und weiteren Akteurinnen und Akteuren in der Kommune soll ausgebaut und gefestigt werden, um nachhaltige gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen zu schaffen.

Projektumsetzung in Schleswig-Holstein:

In Schleswig-Holstein besteht eine Kooperation mit den Jobcentern Rendsburg-Eckernförde, Lübeck, Kiel, Kreis Segeberg, Ostholstein und Dithmarschen. Die LVGFSH unterstützt und begleitet die Jobcenter in der Projektumsetzung und koordiniert die Netzwerkarbeit.

Ab 22. September 2021 | online

Digitale Partnerkonferenz
„(K)Ein Weg zu weit – Gesundheitsförderung für Erwerbslose im ländlichen Raum gestalten“



Unter dem Motto „(K)Ein Weg zu weit – Gesundheitsförderung für Erwerbslose im ländlichen Raum gestalten“ stellen wir Ihnen in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen vor, was Gesundheitsförderung für den ländlichen Raum bedeutet und wie sie vielerorts schon innovativ gelebt und gedacht wird. Unsere Angebote können Sie dabei zeit- und ortsunabhängig besuchen – Sie selbst entscheiden, welche Beiträge für Sie von Interesse sind und wann Sie gegebenenfalls noch einmal zu unserer Seite zurückkehren, um den einen oder anderen Inhalt zu wiederholen.

Den Zugang zu unserer On-Demand-Veranstaltung erhalten sie unter http://www.gesundheitsfoerderung-mv.de/partnerkonferenz-im-verzahnungsprojekt/. Wir würden uns sehr freuen, Sie auf unserer Konferenzwebsite begrüßen zu dürfen.

Wir möchten Sie auf diesem Wege auch herzlich einladen, die Beiträge über das aufgeführte Padlet zu kommentieren. Sie bereichern die digitale Partnerkonferenz ungemein, indem Sie uns ihre Meinung, Denkanstöße oder auch kreativen Ideen mitteilen und andere Teilnehmende daran teilhaben lassen.

Wir wünschen Ihnen nun viel Freude beim Anschauen der Beiträge auf unserer Konferenzwebsite, hoffen auf zahlreiche neue Impulse für Ihre Arbeit und bedanken uns schon im Voraus für Ihre Teilnahme an der Padlet-Diskussion sowie unserer Evaluation.

Online-Informationsveranstaltung am 19.11.2021 von 10:00 bis 11:30 Uhr

„Eine Chance für Familien mit Gesundheitsproblemen – Kinder- und Jugendreha zur Verbesserung der Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit“

Fast Facts

ReferentAlwin Baumann (Bündnis Kinder- und Jugendreha e.V.)
OrtOnline-Veranstaltung (Skype-Meeting)
TeilnehmendeDie Veranstaltung richtet sich an Integrationsfachkräfte und weitere Akteure, welche mit arbeitslosen Menschen arbeiten.
AnmeldungBis zum 15.11.2021 bei Jana Harrsen (harrsen@lvgfsh.de),
Teilnehmendenzahl begrenzt. Der Zugangslink zur Skype-Konferenz wird kurz vor der Veranstaltung versendet.

Inhalt:
Eine Kinder- und Jugendreha kann die gesamte Familie entlasten, die Ressourcen der Eltern durch einen verbesserten Umgang mit der Erkrankung fördern und auch positiv auf die Erwerbsfähigkeit der Eltern
wirken. Die Maßnahme ist nicht zu verwechseln mit einer Eltern-Kind-Kur. In diesem Informationsangebot werden Integrationsfachkräfte und andere Akteure in der Arbeit mit arbeitslosen Menschen über
die Möglichkeiten einer Kinder- und Jugendreha zur Stärkung der Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit sowie zur Stärkung der elterlichen Ressourcen informiert. Materialien für die Beratung werden vorgestellt.
In der Veranstaltung erfahren Sie mehr über den Zugang zu dieser Maßnahme, Ablauf und Inhalte werden anschaulich dargestellt. Die Einbindung in andere ambulante Maßnahmen und Möglichkeiten der
Nachsorge werden ebenfalls thematisiert. Dieses Angebot soll helfen, den Kundinnen und Kunden in der Beratung eine weitere Option zur Förderung der Gesundheit in der Familie zu eröffnen. Es wird genügend Raum für Fragen aus Ihrem Arbeitskontext geben.


Die Schwerpunkte dieser Informationsveranstaltung sind:
• Gesundheitliche Einschränkungen – Wann ist diese Maßnahme geeignet?
• Auswirkungen auf die Schule, Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit
• Belastung der elterlichen Ressourcen durch die Erkrankung des Kindes
• Übersicht über die Reha-Maßnahmen für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Familien
• Der Weg zur Reha – Wie sind die Bedingungen und wie verläuft die Antragsstellung?
• Ablauf und Inhalte der Reha für Kinder und Eltern
• Was passiert nach der Reha?
• Materialien für die Beratung

Ansprechpartnerin bei der LVGFSH:
Jana Harrsen – harrsen@lvgfsh.de (Tel. 0431-71 03 87 – 14)