Europaprojekte

Von 2007 bis 2015 hat die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung vier Europaprojekte umgesetzt und begleitet:

  • EVARS - Elderly volunteers - a resource for the society
  • HANC - Healthy Ageing Network of Competence
  • PoHeFa - Policy, Health and Family Learning
  • Healthy Regions

Europaprojekt EVARS (Elderly volunteers - a resource for the society)

Projektzeitraum: Dezember 2013 – September 2015

Das Europaprojekt EVARS (Elderly volunteers – a resource for the society) hatte das Thema „Stärkung der Lebensqualität älterer Menschen durch soziale Teilhabe“. Ziel war es, das Potenzial älterer Menschen für ehrenamtliches Engagement zu stärken. EVARS startete im Dezember 2013 und wurde aus dem “Lifelong Learning Programm“ der EU bewilligt.

Europäische Partner waren das süddänische Europabüro, Österreich, die Slowakei und Deutschland.

Im Rahmen von EVARS wurde die Situation des Ehrenamtes auf nationaler, landesweiter und  regionaler Ebene untersucht.

Als Kommune konnte die Stadt Kiel mit dem Projekt „Älter werden in Kiel-Gaarden“ gewonnen werden, das gleichzeitig mit einer Kooperation der Uni Flensburg verknüpft war. Weitere Partner waren die Ämter Bordesholm, Flintbek und  Mittelholstein.

Um auch nach Abschluss des EU-Projektes eine kontinuierliche Entwicklung und Umsetzung des ehrenamtlichen Engagements zu ermöglichen, wurde das Projekt „Bürgernetzwerke für Schleswig-Holstein“ des Paritätischen als Partner gewonnen. 

Die Abschlussveranstaltung von EVARS fand im September 2015 in Form der Regionalkonferenz „Kompetente Senioren im Ehrenamt – eine Chance für ein lebendiges Miteinander in Kommunen“ in Flintbek statt.

 

Europaprojekt HANC (Healthy Ageing Network of Competence)

Projektzeitraum: Dezember 2012 - bis 30. Juni 2015

Der demografische Wandel und die damit einhergehende alternde Gesellschaft sind eine der größten Herausforderungen in diesem Jahrhundert. Die Anzahl der über 80-jährigen hat sich in den Regionen Süddänemark und Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2013 verdoppelt.

Eine Herausforderung ist die Förderung „gesunden Alterns“ (Healthy Ageing). Hierzu gründete sich in Süddänemark und im nördlichen Schleswig-Holstein das Healthy Ageing Network of Competence (HANC), ein Netzwerk, das die verschiedenen Akteure in den Regionen verknüpfen wollte.

Branchenübergreifend und grenzüberschreitend kamen so Wissenschaft, Industrie, Anbieter, Gesundheitsdienstleistungen und Regionalverwaltungen zusammen, um die Region zu einer „Healthy Ageing Region“ zu entwickeln. Finanziert wurde das Projekt über das Förderprogramm Interreg IVA Syddanmark – Schleswig – K.E:R:N.

Unter anderem wurden konkrete Beispiele erarbeitet, die aktuelle Forschungsergebnisse in die Entwicklung von Lösungen, Produkten und Dienstleistungen für das Aktive Altern in einer gesunden Region einbezogen.

Ein zentrales Thema von HANC war das Angebot „präventiver Hausbesuche bei älteren Menschen“ zur Früherkennung präventiver Bedarfe und zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit. Dazu fand im Juni 2015 in Flensburg ein Workshop statt.

Die Landesvereinigung war in diesem Projekt Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis und stellte unter anderem die Verbindung zu den Multiplikatoren her.

  • SDU - Institut for Idræt og biomekanik (Lead Partner)
  • Fachhochschule Flensburg
  • Landesvereinigung für Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein e.V.
  • WelfareTechRegion
  • Odense University Hospital
  • Muthesius Kunsthochschule
  • SDU – Forskerservice

 

Europaprojekt "PoHeFa - Policy, Health and Family Learning"   

Projektzeitraum: 1. August 2009 – Juni 2012

Das EU-Projekt PoHeFa, ein „Projekt zur Förderung von Strategien, Gesundheit und Familienbildung auf kommunaler Ebene“ startete unter dänischer Federführung am 1. August 2009. Beteiligte Länder waren Zypern, Dänemark, England, Finnland, Italien und Deutschland.

Projektträger in Schleswig-Holstein waren die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung und die Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein mit finanzieller Unterstützung der Techniker Krankenkasse. Partnerstädte waren Flensburg und Lütjenburg.

Ziel des PoHeFa-Projektes war es, kommunale Entscheidungsträger und Gesundheitspraktiker vor Ort zu sensibilisieren und zu unterstützen, nachhaltige Gesundheitsstrategien und Programme zu entwickeln und zu implementieren. Dabei wurden die sozio-kulturellen Bedingungen negativen Gesundheitsverhaltens verstärkt einbezogen.

Kommunale Gesundheitsförderungsangebote zum Schwerpunkt Übergewicht und gesunder Lebensstil für junge Menschen und Familien sind erfasst, analysiert und verbessert worden, mit dem Ziel, einen nachhaltigen Effekt zu erreichen. Angestrebt wurde ein gesteigertes Bewusstsein bei politischen Entscheidungsträgern, Multiplikatoren und Familien. Der Einfluss des sozialen Lebensumfeldes von Kindern und Familien und dessen Einfluss auf das Gesundheitsverhalten stand besonders im Blickpunkt.

Hintergrund des Projektes war die Tatsache, dass überall in Europa Übergewicht, insbesondere bei Kindern, ein ernstzunehmendes Problem darstellt. Es gibt zwar eine Vielzahl von Projekten und Aktivitäten in den Bereichen Ernährung und Bewegung, die jedoch häufig nicht den Fokus auf den Einfluss soziokultureller Faktoren legen und diese nicht entsprechend konzeptionell berücksichtigen.

Mehr Infos: www.pohefa.eu

 

Europaprojekt "Healthy Regions"

Projektzeitraum: Ende 2007 – 2010

im Anschluss an das Projekt „Healthy Regions“: Projekt "Bildungsräume gestalten - Gesundheit leben", Projektzeitraum  2011 – 2013

Die Landesvereinigung und die Heinrich-Böll-Stiftung haben von 2007 bis 2010 an der Implementierung  des EU-Projektes „Gesunde Regionen“ in Schleswig-Holstein gearbeitet. Sowohl auf politisch-administrativer Ebene als auch praktisch vor Ort (in den Settings Kindergarten und Schule) wurden Regionen dabei unterstützt, sich zu einem Lebensort zu entwickeln, in dem Bürger eine positive Grundeinstellung zu ihrer persönlichen Gesundheit erlangen und durch einfache Wahl- und Zugangsmöglichkeiten in die Lage versetzt werden, einen gesundheitsförderlichen Lebensstil zu entwickeln.

Anfang 2008 gelang es, das Projekt in das Konzept „AktivRegion Mittelholstein“ zu integrieren und beide Projekte miteinander zu verknüpfen.

Im Anschluss an das Europa-Projekt "Healthy Regions" haben die Heinrich-Böll-Stiftung und die Landesvereinigung gemeinsam das Projekt „Bildungsräume gestalten – Gesundheit leben. Strategien für Kitas, Schulen und Familien in der Aktivregion Mittelholstein“ erarbeitet und den Zuschlag erhalten.

Bis Dezember 2013 konnte in fünf Ämtern der Aktivregion eine intensive Begleitung von Kindertageseinrichtungen und Schulen angeboten werden. Die Aufgabe der Landesvereinigung war dabei die individuelle Beratung und Vernetzung von Kitas und Schulen auf dem Weg zur gesunden Einrichtung sowie die Implementierung der verschiedenen Setting-Programme. Die Heinrich-Böll-Stiftung ergänzte die Beratungsarbeit durch Bildungsangebote sowie den Aufbau eines regionalen Netzwerkes verschiedener Akteure.

Mehr Infos: www.healthyregions.eu